Urlaub mit Stafford & Co. in den Niederlanden

Niedere Lande

Pitbulls und stammbaumlose Hunde, die einem Pitbull ähnlich sehen werden in den Niederlanden getötet

Urlauberhunde sind von dieser Regelung nicht ausgenommen.

Konsequenzen aus dem niederländischen "Pitbullgesetz" (RAD - Regeling Agressieve Dieren)

De stamboomloze Staffordshire Terriër en/of kruising zal worden overgebracht naar een zogeheten ‘’LASER asiel’’ worden gebracht (instelling opgericht door ministerie van LNV), daar zal de hond verblijven tot aan de uitspraak van de Rechter. Een uitspraak kan al snel een half tot een jaar in beslag nemen, al die tijd verblijft de hond in het LASER asiel, de eigenaar mag geen contact onderhouden met de hond. De eis van de Officier van Justitie zal altijd in navolging zijn van de Pitbullwet en RAD, dit betekend dat de hond ontrokken zal worden van het verkeer en een boeteoplegging aan de houder van de hond, dit kan een geld boete zijn of een gevangenisstraf.

Übersetzung: Ein Staffordshire Terrier oder Staffordshire Terrier-Mix, der keinen Stammbaum nachweisen kann, wird in einem sogenannten, durch das Ministerium für Landbau und Fischerei (LNV) errichteten, Laser- Asiel untergebracht. Der Hund verbleibt dort bis zur Urteilsverkündung. Bis dahin kann ein halbes Jahr vergehen. Der Eigentümer darf keinen Kontakt zum Hund unterhalten.
Die Forderung des Staatsanwalts entspricht dem Pitbullgesetz von 1993, was bedeutet, dass der Hund aus dem Verkehr gezogen wird. Den Halter erwartet eine Geldbuße oder Gefängnisstrafe.

  • 2000 wurden aufgrund dieses Gesetzes 50 Hunde getötet,
  • 2004 wurden 218 Hunde beschlagnahmt, davon 197 getötet.
  • 2005 wurden 415 Hunde beschlagnahmt, davon 348 getötet.
  • 2006 wurden 514 Hunde beschlagnahmt, davon 461 getötet.

Quelle: http://www.nu.nl/ und http://www.telegraaf.nl/

Außer den bereits genannten Rassen sind von diesem Gesetz weiterhin solche Hunde betroffen, die dem Bild eines Pitbulls entsprechen. Insbesondere sind hier der Cane Corso, der Dogo Canario, der Alano und der American Bulldog zu nennen, im Prinzip alle Hunde, die kompakt sind und einen dicken Schädel haben. Der Alano und der American Bulldog sind nach der FCI (Federation Cynologique International) keine anerkannten Rassen und können demnach keinen Stammbaum aufweisen. Sie werden sofort eingezogen und getötet!

Offizieller Stammbaum

Nicht alle Stammbäume entsprechen den niederländischen Anforderungen an einen Herkunftsnachweis. Definitiv anerkannt sind Stammbäume der FCI.

Entscheidung über Leben und Tod

Die Beschlagnahmung erfolgt entweder durch die Polizei oder den allgemeinen Inspektionsdienst (AID). Ist der Hund erst einmal beschlagnahmt wird er durch einen "Experten" des AID begutachtet. Bis zu dieser Begutachtung, die durchaus erst ein halbes Jahr nach Beschlagnahmung erfolgen kann, wird der Hund in ein sogenanntes "Laser-Asiel" verbracht. Laser ist eine zentrale Erfassungsstelle für pitbullähnliche Hunde. Kommt der Gutachter nun zu dem Schluß, dass der beschlagnahmte Hund Merkmale eines Pitbulls aufweist, so ist dies für den Hund das Todesurteil.
Der Aufenthaltsort des Hundes bleibt indes geheim. Dadurch will man dem "Diebstahl" des Hundes durch den Besitzer entgegenwirken.
Bei den Laser-Asielen handelt es sich in zwei bekannten Fällen um Tierpensionen. Diese erhalten unbestätigten Quellen zufolge 15 EURO pro Tier und Tag. Diverse Internetseiten betroffenener Personen, sowie Filmaufnahmen und Fotografien eines zugelassenen Gegengutachters lassen mutmaßen, dass die Tiere vor Ihrer Tötung mißhandelt werden.
Quellen: www.canecorsoclub.nl nach einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des AID

Überdenken Sie Ihren nächsten Hollandurlaub

Hier die Antwort der niederländischen Botschaft auf die Frage nach der Einreise mit mit einem Staffordshire Terrier aus Deutschland:

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. April 2007, die wir vom niederländischen General-Konsulat in Düsseldorf erhielten.

Seit 1993 ist die Einfuhr in die Niederlande von Hunden des Typs Pitbull-Terrier verboten. Dies sind Hunde, die in wesentlichem Maße den Kennzeichen entsprechen, die in der Regelung über aggressive Tiere (RAD) aufgeführt sind. Für Hunde, die sehr den Pitbullartigen gleichen, wie z. B. den amerikanischen Staffordshire-Terrier und den Bullterrier, gilt, dass sie nur dann erlaubt sind, wenn sie einen durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannten Stammbaum haben.
Hiervon kann keine Ausnahme gemacht werden; auch nicht für die Hunde, die allen deutschen Regelungen genügen.
Wenn man in den Niederlanden mit o.a. Hundetyp, dessen Einfuhr in die Niederlande verboten ist, angehalten wird, dann wird der Hund beschlagnahmt.

Mit freundlichem Gruß
XXX
Botschaft des Königreichs der Niederlande
Büro für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität
Klosterstraße 50
10179 Berlin
Telefon: 030 20956 480
Telefax: 030 20956 481


Wenn wir sie finden, nehmen wir sie in Beschlag und töten sie

Übersetzung eines Artikels aus dem Telegraaf vom 10. August 2006
Vielen Dank an Barbara Nolte für die Übersetzung

Der Kampfhund scheint zurück zu sein

Amsterdam 10. August 2006:
Immer mehr illegale Kampfhunde tauchen auf im Straßenbild. Die Tiere wirken in bestimmten Millieus statuserhöhend und das bringt die Besitzer dazu, sie anzuschaffen. Manchmal werden sogar falsche Stammbäume aus dem Internet runtergeladen.

Vor allem in den Großstädten sind die Hunde in Kommen. Dieses Jahr hat die Polizei von Amsterdam 28 pitbullähnliche Tiere in Beschlag genommen und das ist beinahe soviel wie im Vorjahr. Auch Rotterdam und Den Haag haben mit einer starken Zunahme zu kämpfen. Den Haag erwartet, dieses Jahr 50 Hunde töten zu müssen und in Rotterdam, wo die Polizisten aktiv nach den verbotenen Hunden suchen, werden die Tiere zunehmend ausgesetzt, weil die Besitzer Angst haben vor der Buße von einigen 100 €.

"Wir sehen leider immer öfter diese Hunde wieder auftauchen", sagt Paul Vermeulen, Projektleiter der Hundeführer von der Polizei in Amsterdam. Wenn wir sie finden, nehmen wir sie in Beschlag und töten sie, egal ob der Hund jemals gebissen hat oder nicht. Es klingt vielleicht hart, aber ein pitbullähnlicher Hund wird als verbotene Ware gesehen und die wird auch immer vernichtet. Eine Waffe wird auch in Beschlag genommen bevor damit geschossen wurde.

Die Amsterdammer Polizei nimmt die Tiere in Beschlag, wenn Polizisten ihnen begegnen, bei Hausdurchsuchungen, nach Beißvorfällen oder Tipps von Nachbarn. Wenn die Hunde in Beschlag genommen werden, werden sie begutachtet. Es wird eine Liste mit 25 Merkmalen abgearbeitet. Hat ein Hund mehr als die Hälfte, ist er pitbullähnlich und somit verboten, sagt der Projektleiter.

Quelle: http://www.telegraaf.nl/binnenland/47992251/Vechthond_is_terug.html